Ich bin ich,nicht perfekt,aber einzigartig.

06.10.14

N E I N



Dieses Wort wird neben der Balance mein 2. Motto für den Oktober sein.Ein weitere Balanceräuber bei mir ist das Wort NEIN bzw. es nicht zu sagen.Gestern ist mir das plötzlich aufgefallen,nämlich genau in dem Moment,als ich verschlafen um 7.00 Uhr morgens am Sonntag in der Küche stand um Brötchen für die Gemeinde zu backen.Es war ja gestern Erntedankfest und wir haben unseren Prediger verabschiedet.Es funktionierte erstmal überhaupt nichts,der Teig war tiefgefroren und somit steinhart,dann anschließend klebte und pappte er.Ich sollte aus Laugenstangen Brötchen formen,hört sich simpel an,war  es aber nicht.zu allem Überfluss ist auch noch der Kaffeefilter umgekippt und statt frischen Kaffee hatte ich Land unter auf der Arbeitsfläche.In diesem Augenblick war ich so wütend und gefrustet,das ich alles hätte aus dem Fenster werfen können.Zum Glück kam der rettende Engel in Gestalt meines lieben Mannes und griff mir liebevoll unter die Arme.So kam ich kurze Zeit später in den Genuss von frischem Kaffee und die Brötchen waren auch irgendwann im Ofen.In diesem Chaos dachte ich plötzlich:"Was bist du auch für eine blöde Kuh,warum lädst du dir auch alles auf,lerne doch mal einfach Nein zusagen. Ich habe es auch dann schon gestern umgesetzt,bei einer guten Bekannten.Ich war auf ihrem Geburtstag eingeladen,kann aber nicht und sagte es ihr auch.Trotzdem bat sie mich ob,ich nicht trotzdem Kuchen backen könnte.Ich habe Nein gesagt,einfach so,sie guckte etwas komisch,klar von mir ist man das nicht gewohnt,aber ich blieb standhaft.Und was soll ich euch sagen,es fühlte sich richtig gut an.
Ich weiß auch im Prinzip genau ,wo mein Helfersyndrom herkommt,ich möchte Anerkennung,doch die kriegt man meistens nicht und beliebter wird man auch nicht.Ich habe mir immer eingebildet,wenn du überall mitmachst und dich einbringst,wirst du irgendwann als volles Mitglied anerkannt.Pustekuchen,bestehende Strukturen durchbricht man so nicht.Ich habe hier zwar viele Bekannte,aber keine Freunde und als Heimat würde ich die Stadt in der ich nun schon fast 18 Jahre lebe auch nicht bezeichnen.Das musste ich erstmal alles für mich verdauen und ich war auch schon traurig und enttäuscht.Doch nun habe ich mich geschüttelt und mir gesagt,egal, Aufstehen,Krönchen richten und weitergehen. Ich habe 3 tolle Männer an meiner Seite und das ist schon etwas ganz wundervolles.Dieses Glück eine Familie zu haben ist ja auch nicht allen vergönnt.
Man soll sein Glück halt nicht an Menschen festmachen.Ich werde weiter meine Aktivitäten wie Sport,Frauengesprächskreis,Frauenfrühstück,Tanzen usw. beibehalten,aber mich nicht mehr so reinhängen und öfter das Wort NEIN ins Spiel bringen.

Kommentare:

  1. Liebe Pippi
    Gott schenke dir das Gespür für das kleine Glück, die Weichheit eines Katzenfells oder die stillvergnügte Tasse Tee in der Sonne.
    Möge der Wind dich mit seinem Hauch segnen und dir sanft über das Gesicht streicheln.
    Sei von Herzen gegrüsst, Bea

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    1. Liebe Bea,
      danke für die tollen Worte.Katzenfell und Tee hört sich gut an,bin ich ein Fan von beidem.Ich denke,das Gott mir schon viele Eingebungen geschickt hat,nun muß ich lernen auf ihn zu hören.
      Dir auch liebe Grüße,Pippi

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  2. Liebe Pippi, das ist ein guter Schritt zur persönlichen Balance. Du musst nicht allen Leuten immer alles rechtmachen. Allerdings bin ich auch so ein Typ, der lieber nicht negativ auffallen möchte und deswegen oft ja statt nein sage, weil ich höflich sein möchte oder nett sein möchte oder mich nicht unbeliebt machen möchte. Aber ich bin mir dessen schon viel bewußter und arbeite dran. Es ist allerdings nicht so einfach, ein lange benutztes Verhaltensmuster zu ändern. Bin gespannt auf deine weiteren Posts.
    LG Eva

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    1. Liebe Eva,
      das stimmt,es dauert alte Verhaltensmuster zu ändern.Also arbeiten wir weiter daran,dir auch viel Kraft beim Umsetzen.Werde auf jeden Fall weiter berichten.
      Liebe Grüße Pippi

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